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Interview miT Bruno Wenger

Bruno Wenger verriet uns, was seinen Beruf als Schneider ausmacht und welche Orte er in der Thuner Altstadt besonders empfiehlt.

www.schneideratelier-wenger.ch         Untere Hauptgasse 14, 3600 Thun          033 222 01 85

Interview

Mit welchen Kleidungsstücken kommen die meisten Kund*Innen zu euch?

Die meisten Kleidungsstücke sind Hosen, die wir kürzen oder dessen Bund wir weiter oder enger machen müssen. Aber auch Arbeiten an Oberteilen wie z.B. das Anpassen von Hemden oder Blusen, wenn diese zu lang oder zu eng sind, gehören zu unseren Arbeiten.

Was sind Arbeiten, die besonders anspruchsvoll sind?

Besonders anspruchsvoll ist es immer, wenn jemand mit einem Anzug zu uns kommt, der zwei Nummern zu gross ist. Das wieder schön an einen heutigen Modestil anzupassen kann herausfordernd sein. Was auch immer wieder anspruchsvoll ist: Brautkleider oder Abendkleider von Frauen, da jedes Kleid immer individuell abgeändert werden muss. Zwar ist grundsätzlich alles machbar, aber irgendwann muss man es sich dennoch überlegen, z.B. gerade bei älteren Kleidern, ob es sich noch rentiert zu reparieren. Da bin ich dann aber auch ehrlich und sage es gleich unserer Kundschaft.

Was macht deinen Beruf aus?

Da wir einen Beruf ausüben, den man nicht direkt lernen kann, muss man sich zuerst ein bisschen reinarbeiten. Besonders schön finde ich an unserer Arbeit, dass man jeden Tag andere Kleidungsstücke in den Händen hält, diesen eine neue Form und ein neues «Leben» geben kann und sie schliesslich auf die Kund*Innen abstimmt.

Merkst du als Schneider, gerade in Bezug auf die Nachhaltigkeit, einen Unterschied?

Bei uns ist es so, dass wenn die Leute viel neue Kleider einkaufen, dann gibt es weniger Reparaturen zu machen. In der Übergangszeit haben wir dann dafür viele Reparaturen, da weniger in den Geschäften eingekauft wird. D.h. im Winter lassen viele die Sommer Kleider flicken und umgekehrt. Andererseits findet bei den jungen Menschen ein Umdenken in Bezug auf Nachhaltigkeit statt. D.h. viele kaufen teils in Secondhand Geschäften Kleidungsstücke ein und lassen diese dann bei uns anpassen.

Dein Atelier ist ja mitten in der Thuner Altstadt. Hast du unseren Leser*Innen eine Sehenswürdigkeit, die man unbedingt gesehen haben muss?
Da ist natürlich der Schlossberg ein absolutes Highlight. Zur Mittagszeit dort oben ein Sandwich zu essen und über die ganze Stadt zu blicken - das ist schon sehr schön. Aber auch die Aare in Richtung «Schwäbis», in der Nähe des Flussbades, ist sehr schön. Dort unter den Bäumen und ganz nahe am Wasser ist man zwar mitten in der Stadt, aber dennoch beinahe in einer ganz anderen Welt.

 

Ich sage Nähmaschine, du sagst...

...haben wir viele davon, brauchen wir jeden Tag und ohne diese ginge es nicht. Und mit vielen Maschinen sind ebenso viele spezielle Maschinen gemeint.

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